Zero-Waste-Cooking: Ist das möglich?

Kartoffelschalen, Karottengrün, innere Blätter des Blumenkohls - Lebensmittelreste werden viel zu oft weggeworfen. Warum? Anscheinend sind sie ungenießbar. Dabei kann man Karottengrün genauso lecker zubereiten wie die Karotte selbst.

„Zero-Waste-Cooking“ scheint die Lösung zu sein. So nennt sich der neue Trend, der darauf abzielt, beim Kochen möglichst keinen Müll zu produzieren, sondern das gesamte Lebensmittel zu verwerten. Dadurch kann ein wichtiger Beitrag hin zu mehr Nachhaltigkeit geleistet werden. Denn unsere eigene Küche ist ein guter Anfang, um Müll und/oder CO2 einzusparen. Hinzu schont Zero-Waste-Cooking langfristig gesehen auch deinen Geldbeutel.
Aber wie lässt es sich im Alltag umsetzen? Wir geben dir einige Tipps an die Hand, mit denen du ganz leicht deine Abfallwirtschaft minimieren kannst.

Gemüsereste vermehren

Viele Gemüsesorten müssen nicht nachgekauft werden, sondern lassen sich prima zuhause vermehren. Bei Frühlingszwiebeln gehört der Strunk nicht in den Abfall, sondern in ein Wasserglas. Innerhalb einer Woche wächst das Grün nach und du hast jederzeit frische Frühlingszwiebel.

Das Nachwachsen funktioniert auch prima mit Lauch, Ingwer und Zitronengras!

Lebensmittelabfälle verwerten

Obst- und Gemüseschalen werden häufig weggeworfen. Dies ist oft gar nicht nötig. So kann die Kartoffelschale zu knusprigen Chips verarbeitet werden und das Karottengrün mit etwas Olivenöl zu einem leckeren Pesto. Gemüsereste eignen sich für Gemüsebrühe. Die Reste, die nicht verwertet werden können, lassen sich kompostieren. So kann der im Garten angelegte Komposthaufen nach dem Kompostierprozess als Dünger verwendet werden. Dadurch schließt sich der natürliche Kreislauf, und es wird keinerlei Müll produziert.

Wähle deine Rezepte mit Bedacht

Wer gerne neues ausprobiert, dem kommt dieses Problem bekannt vor: Nach und nach sammeln sich im Kühlschrank Reste an, die man für ein bestimmtes Gericht benötigt hat- danach aber nicht mehr braucht. Lebensmittelverschwendung ist die Folge. Deshalb sollten wir unsere Rezepte mit Bedacht auswählen: Benötigst du für eine Mahlzeit nur eine halbe Dose Kokosmilch so könntest du direkt nach einem anderen Rezept für den Rest suchen. Eine andere Lösung wäre, direkt die doppelte Menge zu kochen und die Hälfte am nächsten Tag zu verzehren.

Beobachte deine eigenen Abfälle

In den meisten Haushalten wandern immer die gleichen Lebensmittel  im Mülleimer. Deshalb ist es wichtig, sich auf die Suche nach den Übeltätern zu machen. Beobachte während deiner Woche, welche Reste du am meisten wegwirfst. Hast du nun den Übeltäter gefunden, so kannst du gezielt weniger einkaufen oder nach anderen Verwendungsmöglichkeiten suchen. So eignet sich z.B. alt gewordenes Brot noch perfekt für Croutons oder Semmelknödel.

Einkaufen mit Strategie

Auf die Planung kommt es an!

Dabei können Wochenpläne äußerst hilfreich sein: An welchem Tag koche ich was? Welche Zutaten brauche ich dafür?

Strategisch einkaufen bedeutet aber auch: Regelmäßig seine Vorräte überprüfen! Und entsprechend verbrauchen. So ärgert man sich nicht nach dem Einkauf, dass noch jede Menge Kopfsalat da war.

Gläser richtig leeren

Die letzten Reste in Gläsern oder Dosen kann die Grundlage für die nächste Mahlzeit werden. Wie das geht? Im Pesto Glas kann direkt das Salatdressing angerührt werden, während das fast leere Nutellaglas mit etwas Milch uns einen leckeren Kakao zaubert.

Gefriere deine Überreste einfach ein!

Du hast mal wieder zu viele Bananen gekauft und schaffst es nicht alle zu verbrauchen? Dann friere sie doch einfach ein! Gefrorene Bananen lassen sich zu einem späteren Zeitpunkt easy wieder auftauen und zu einem Shake verarbeiten. Auch bereits gekochtes Essen lassen sich prima einfrieren. Im stressigen Alltag hast du so direkt eine Mahlzeit parat.

Und? Welche Tipps hast du, um den Müll in deiner Küche zu reduzieren?